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Der grüne Luftballon

Als Experte für Zweisprachigkeit und Weltwirtschaft hab ich euch Folgendes zu sagen:

Am Sonntag haben wir das Steirerdorf besucht. Am Wiener Rathausplatz. Meine Tochter Emilia ist ganz schön begeistert gewesen. Sie hat einen grünen Luftballon bekommen. Stellt euch vor: Ein grünes Herzerl!

Und viele Kinder sind auch da gewesen.

Viele Kinder am Rathausplatz

Überhaupt hat es ganz schön viel zu schauen gegeben. Und auch zu hören:

Noch Stunden später hat Emilia das schöne Lied vom „Steirischen Brauch“ geträllert. Im Nobellokal in der Innenstadt! Zumindest das Holladio. Die einzenen Strophen hat sie leider leider nicht so gut verstanden: Das ist nicht nur am Dialekt der singenden Steirerdörfler gelegen. Auch das fehlende Vokabular ist ein Grund gewesen: Einige der Gstanzl-Texte sind bekanntlich nicht ganz jugendfrei!

In der Steiermark wird ein Idiom gesprochen, welches linguistisch der deutschen Sprache zuzurechnen ist: Steirisch.

Obwohl gestern so ein starker Wind gegangen ist: Den grünen Luftballon haben wir bis nach Hause retten können. (ezw)

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Tatort Kaffeehaus

Als Experte für Zweisprachigkeit und Weltwirtschaft hab ich euch Folgendes zu sagen:

Josef Prousek war bekanntlich ein Verehrer des Komponisten Giuseppe Verdi. Bei der Benennung seines Betriebes musste sich der Unternehmensgründer zwischen den Verdi-Opern Aida und La traviata entscheiden. Ihr ahnt bereits, wie er sich entschieden hat? Na? Genau: Die berühmte Wiener Kaffeehaus- und Konditoreien-Kette heißt seit 1925 Aïda. Eine Erfolgsgeschichte in Zuckerl-Rosa!

Und dann das: Ein skrupelloses, abscheuliches Verbrechen! Begangen am hellichten Tag! In der Aïda.
Doch ohne Schuld: Aïda.
Tatort: Aïda-Filiale Wien IX, Währinger Straße 47.
Tatzeit: Gestern 10 Uhr Vormittag.
Verbrechen: Handy aus der Jacke gestohlen – mein Handy!
Objekt der verbrecherischen Begierde: BlackBerry – mein BlackBerry!
Genaue Objektbeschreibung: BlackBerry Modell Perl, schwarz, alt, liebgewonnen!
Täter: Der oder die Täter? Die Täterin oder die Täterinnen? Man weiß es nicht: Täter unbekannt!
Tat-Hergang: Hat sich wohl hinterrücks an die Jacke rangemacht, das mutmaßliche Diebsgesindel! Während der rechtmäßige Eigentümer von Handy und  Jacke sich allzu sehr ablenken ließ: Durch spanische Literatur, österreichische Qualitätszeitung und Aïda-Espresso.
Anzeige: Polizeilich. Danke Polizeiinspektion Boltzmanngasse!
Neue SIM-Karte: Danke Orange Shop Stephansplatz!
Ermittlungen: In alle Richtungen. International! Danke Polizeiinspektion Boltzmanngasse! Danke Interpol!

BlackBerry wird von einem kanadischen Unternehmen namens RIM hergestellt. Wirtschaftlich übrigens sehr erfolgreich! Das kann mich jetzt aber auch nur sehr bedingt trösten.

Wäre meine Tochter Emilia dabeigewesen, wär das wohl alles nicht passiert! Sie hätte die Täter energisch in die Flucht geschlagen mit lautem: „Tatü-Tata, die Feuerwehr ist da!“ oder mit „Waaaah, ich bin HelloKitty-Spiderman!“

Aber keine Angst: Wir lassen uns keinesfalls vom (organisierten?) Verbrechen den Spaß verderben! Emilia und ich gehen gleich morgen ein neues Handy kaufen. So unterstützen wir die Weltwirtschaft! Und dann gehen wir zur Aïda in der Währinger Straße. So unterstützen wir die Wiener Weltwirtschaft! Emilia trinkt dann bestimmt eine Heiße Schokolade und ich einen Espresso oder vielleicht auch einen Tee. Wenn wir wollen, bestellen wir uns sogar eine Sacher Torte. Schließlich ist Wochenende! Und unsere Jacken lassen wir nicht aus den Augen! (ezw)

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